8000km in 52 Tagen, 1300 Liter Diesel, 4 Fährfahrten....
Das erwartet euch:
Abenteuer, Camping und unbeschreiblichschöne Strecken...
Hinter jeder Kurve ein Postkarten-motiv....
Schwarzbären.
Goldgräberorte
Die eine oder andere Überraschung!
Bisons....
Süße kleine Grizzlies!
Vancouver: Die Metropole.
Der Pazifik.
Der Natur ganz nah.
Vancouver Island und Inside Passage
Stewart - Cassiar Highway
Nach Whitehorse
Skagway / Haines
Alaska Highway
Der Taylor- und Top of the World Highway
Dawson City und Klondike
Der Klondike- und Campbell Highway
Von Watson Lake bis Fort Nelson
Die Planung
Eigentlich wollten wir schon in 2019 zu einer Tour in den Norden Kanadas aufbrechen. Da ging es aus privaten Gründen nicht. Dann kam Corona. Somit hatten wir genügend Zeit, die Reise zu planen: Auf Google "My Maps" habe ich die Route, Tankstellen, Campingplätze und Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet. Und noch die App "WikiCamp Canada" heruntergeladen und offline die Campingplätze hinterlegt.
Am Ende stand fest: Vancouver, Vancouver Island, Inside Passage (Fährverbindung von Vancouver Island nach Prince Rupert), Stewart/Hyder, Cassier Highway nach Watson Lake, Whitehorse, Skagway/Haines (Alaska), Haines Junction, über den Alaska Highway nach Tok, Top of the World Highway, Dawson City, Carmacks, über den Campbell Highway nach Watson Lake und von dort den Alaska Highway über Fort Nelson nach Dawson Creek, weiter nach Jasper/Banff, Creston an der US-Grenze, an den Arrow-Lakes vorbei nach Kelowna und von dort zurück nach Vancouver.
Truckcamper reservieren
Mit Fraserway standen wir seit 2019 in Kontakt: Da wir den Camper schon für 2020 gebucht hatten (aber nicht einreisen durften), bekamen wir das Geld zurück. Dann, in 2021, haben wir erneut gebucht: Was für ein Schock! Der Mietpreis lag ca. 20% höher als für 2020. Die Buchungen könnt ihr unten einsehen. Natürlich haben wir auch bei deutschen Reiseanbietern angefragt, es war aber
immer teurer. Eine Anzahlung von 1000 CAD war sofort fällig, der Rest wurde auf meine Veranlassung hin eine Woche vor der Reise von der Kreditkarte abgebucht. Besorgt euch eine Kreditkarte, die keine Umsatzgebühren außerhalb des Euroraums verlangt! Am 9. Mai 2022 stand das Auto morgens für uns bereit
Die Kosten
Man darf sich nichts vormachen: Kanada ist kein preiswertes Reiseland. Kalkuliert hatten wir (alles Circawerte) 8.500€ für den Camper, 1000€ für die Inside Passage (von Deutschland aus gebucht), 2000€ für die Flüge, 1.500€ Sprit und 7.500€ "Taschengeld"
(Eintritte, Essen, Trinken, Hotelübernachtung Vancouver, restliche Fährfahrten, Campinggebühren etc.). Das hat nicht gereicht. Diesel kostete meisten 2€/Liter, Kaffee und Kuchen mussten sein, mehrmals sind wir auch frühstücken oder zum Abendessen gegangen. Am Ende kamen wir auf insgesamt 23.000€.
Buchung bei BC Ferries für die Inside Passage.
Fraserway Buchung in 2019.
63 Tage für 10.609 CAD.
Fraserway Buchung in 2021. 52 Tage für 12.097 CAD.
Natürlich haben wir während der Planung das Internet nach Packlisten u.ä. durchstöbert. Im Nachhinein wichtig: Steckdosenadapter für Kanada und Reisehandtücher. Das haben wir mitgenommen. Grillanzünder, Streichhölzer, Mückenspray (Deep Wood von OFF) und Alu-Folie haben wir im Supermarkt in Nanaimo besorgt. Wir dachten, dass auch ein Camping-Gasgrill von Nutzen wäre. Den haben wir bei Canadian Tire (Baumarkt) in Nanaimo gekauft und (in 1,5 Stunden!) zusammenbauen lassen. 135 CAD, ca. 15mal benutzt. Aber: bald auf allen Campingplätzen gibt es Feuerstellen mit Holz und Grillrost, auf dem man die Alu-Folie legen kann. Und dann kann schon losgehen mit Hühnchen, Steaks und Würstchen.
Was Telefonieren und Internet betrifft, wollten wir ganz klug vorgehen: Also eine Pre-paid Sim kaufen. Aber bei der Telus Filiale in Nanaimo hatte niemand Lust uns zu beraten. Also haben wir auf die kanadische Sim-Karte verzichtet und uns die wenigen Male, bei denen wir im kanadischen Netz waren, mehrmals 500MB Pakete bei der deutschen Telekom online gekauft. Fakt ist, dass auf bald allen Strecken, die wir fahren sollten, so gut wie keine Netzabdeckung bestand. Sogar in Städtchen wir Dawson oder Skagway war es schwierig, Internet oder Telefonnetz zu bekommen. Zum Teil mussten wir zu den städtischen Libraries, Museen oder Touristen-Infos gehen, wo wir uns ins WLAN eingeloggt haben, um Mails zu schreiben und zu beantworten oder Rechnungen zuhause zu bezahlen. Hilfe und Unterstützung haben wir überall bekommen!
Somit hatten wir auf unserer Reise nur drei Feste Termine: 7. Mai Abflug in Frankfurt, 14. Mai Fähre nach Prince Rupert und 30. Juni Abgabe des Campers und Rückflug. Alles andere haben wir selbst bestimmen können.
Und dann war es endlich soweit: Die eTA (electronic Travel Authorization, sollte man mehrere Monate vor der Reise im Internet beantragen: https://www.travelsupport-ca.com/form?theme=eta-oa&keyword=canadian%20eta&utm_source=visitocanada.com&utm_medium=cpc&utm_campaign=1uk&utm_term=canadian%20eta&gclid=Cj0KCQiA8aOeBhCWARIsANRFrQEMxXUf-kgFdx_GF021C9E1Wtze1xn9UzVQFBYa2K-anxNlIWhMpyMaArloEALw_wcB. Bei uns hatte sie noch von 2018 Gültigkeit, ArriveCanApp hatten wir heruntergeladen und für die Einreise mit der Angabe des Hotels ausgefüllt. Falls es auch nach Alaska gehen sollte, bitte nicht das US-amerikanische Pendant dazu vergessen: Die ESTA (https://www.estaregistrierung.org/).
Vancouver
Wieder mal sind wir in Vancouver gelandet. An diesem Samstag, den 7. Mai 2022 nehmen wir uns ein Taxi zum Hotel und verzichten auf den Zug. Und schon gehts zum Sylvia Hotel (https://sylviahotel.com/) direkt an der English Bay, der Westseite von Vancouver.
Stadtrundgang
Am Sonntag machen wir einen ausgedehnten Stadtrundgang: Vom Hotel zur Granville Island (Markthalle), zurück ins Stadtzentrum, weiter zum Canada Place (Anlegeplatz der Kreuzfahrtschiffe) und zurück über die Denmark Street.
English Bay
Hier gibts nur relativ wenige Touristen. Sportler und Spaziergänger prägen das Bild. Tolle Bars und Restaurants befinden sich gleich in der Nähe! (www.cactusclubcafe.com, www.papisoysterbar.com, ) Aber auch unser Hotel. Die Zimmer sind schlicht, aber es gibt eine tolle Bar, wo morgens auch das Frühstück serviert wird.
Das Teahouse
Ein Muss bei einem Aufenthalt in Vancouver. Das gehobene Restaurant im Landhausstil liegt direkt an der Westküste im Stanley Park. Der Park selbst und das Aquarium sind auch einen Besuch wert! Im Bild oben der Ausblick vom Teahouse auf die English Bay. (vancouverdine.com)
Der Truckcamper
Am Montag, den 9. Mai 2022 haben wir ihn bei Fraserway (https://www.fraserway.com/)übernommen. Dabei gibt es eine Menge zu beachten. Das haben wir euch weiter unten aufgelistet. Das Bild habe ich auf dem Fährterminal "Tsawwasssen" aufgenommen.
Die Übernahme
Das Auto haben wir ca. sechs Monate im Voraus gebucht. Das war auch notwendig, da durch die Corona-Krise die Mietauto-Flotten reduziert wurden. Aufgrund der langen Strecke mit unterschiedlichen Straßen-/Pistenzuständen wollten wir unbedingt ein Fahrzeug mit Allradantrieb und genügend Bodenfreiheit. So landeten wir beim Truckcamper Slide Bunk (ausfahrbares Seitenteil mit 2 zusammengeschobenen Stockbetten und große Sitzbank rund um einen Tisch, siehe oben), in dem man genügend Platz zum Kochen, Essen und Duschen hat. Es gibt auch den TC Slide Dinette. Im ausfahrbaren Teil befindet sich dann nur ein Esstisch. Bei nur zwei Personen macht es keinen Unterschied. Wir haben das Auto für 52 Tage mit 8 Paketen a 1000km sowie allen möglichen Versicherungen gebucht. Dazu waren wir im direkten Kontakt mit Fraserway. Ob man besser über einen Reiseanbieter geht muss jeder für sich entscheiden und die Preise vergleichen. Uns erschien die direkte Verhandlung mit Fraserway Vancouver/Delta der bessere Weg. Am Ende bekamen wir ein fabrikneues Fahrzeug (Ford F350 Super Duty Diesel V8) mit einer Wohnkabine von 2019. Wichtig bei der Übergabe: Funktioniert der Kühlschrank? Wasserpumpe? Heizung? Herd? Bei unserer Rundreise wäre es fatal gewesen, wenn eine Reparatur fällig geworden wäre. Das hatten wir dann bei anderen Reisenden erlebt, deren Kühlschrank auf ihrer Fahrt in den Norden ausgefallen war. Dann "nur" 250km zu einer Werkstatt. Wie es ausgegangen ist wissen wir nicht....So möchte man seinen Urlaub nicht verbringen!
Fraserway Station in Delta. Hier wird auch Deutsch gesprochen. Alle sind sehr hilfsbereit, alle Fragen werden beantwortet. Aber es ist natürlich eine Menge an Information: Wie leere ich das Schwarz- und Grauwasser? In welchen Fällen soll man den 4x4 Antrieb nicht dazu schalten? Wie funktioniert noch mal der Slideout?
Direkt zum Tsawwassen Fährterminal (am besten reservieren: https://www.bcferries.com/) und nach Vancouver Island übersetzen. Die Besorgungen (Lebensmittel, Gasgrill, Telefonkarte) wollten wir in Nanaimo machen. Die erste Übernachtung überstanden wir auf dem Jingle Pot RV Park und Campgroud. Ganz OK. www.jinglepotrv.ca