Zum Stewart-Cassier Highway
Ab dem 16. Mai wird das Wetter langsam besser. Die Sonne lässt sich ab und zu mal blicken. Wir sind total gespannt, was uns in Terrace, Kitwanga und Stewart erwarten wird! Der Highway ist über die gesamte Strecke in einem guten Zustand und komplett asphaltiert. Aber Autos sind sehr selten. Auch kein Telefonnetz. Man muss sich immer bewusst sein, das links und rechts der Straße unendliche Wildnis herrscht. In Europa nicht vorstellbar....
16. Mai
Wir verlassen Prince Rupert, nachdem wir zwei "Mocchas", eine Mischung aus Espresso und Kakao, geordert haben. Gestärkt geht es nun in Richtung Terrace....
Es geht durch ein wunderschönes Tal am Skeena River entlang. An einem Rastplatz machen wir die Bekanntschaft mit einem Kolkraben, der wohl die Gewohnheiten der Touristen kennt. In Terrace machen wir am frühen Nachmittag Rast. Natürlich in einem Café! (Cafenara)
Kitwanga
Das Wetter klart auf! In der Sonne kann es dann mal 15 Grad werden, ansonsten sind wir noch "einstellig". Schöner Stellplatz am Ortsrand. (Cassiar RV Park) Kitwanga hat außer dem Gitwangak Battle Hill (Grundmauern einer alten First Nations Siedlung) und den Totem Poles in einer First Nation Siedlung in der Nähe nicht viel zu bieten. Aber die Landschaft ist schon vielversprechend"!
17. Mai
Die Totempfähle.
Danach geht es weiter über den Cassiar Highway in Richtung Mediazin Junction, wo es nach Stewart und Hyder, Alaska, abgeht. Auf dieser Route sehen wir unseren ersten Schwarzbären und Gletscher!!
Stewart und Hyder (17./18. Mai)
Nach ca. 80 km von Mediazin Junction kommen wir nach Stewart und fahren die beiden RV-Parks an: Einer wurde gerade verkauft und ist nicht in Betrieb, der andere ebenfalls geschlossen, es wird gerade der Schnee geräumt. Wir müssen (mit einigen anderen RVs) vor dem Visitor Centre übernachten. Stewart ist ein typisches Städtchen mit Wild-West-Flair. Überdachte Boardwalks, Saloons, Diner, aber alles noch ein bisschen im Winterschlaf. Also fahren wir rüber nach Alaska (ca. 1000 Meter). Kontrollen gibt es nicht. Aber was ist den das? Hyder scheint jetzt - nach der Coronazeit - total verlassen: Der General Store ist verrammelt, das einzige Hotel verlassen, der einzige RV-Park außer Betrieb. Von den ehemals 90 Einwohnern scheint niemand mehr dort zu sein. Also wieder zurück nach Stewart, also Einreise nach Kanada. JETZT werden wir kontrolliert: Ob wir unsere Einreise in der ArriveCanApp eingegeben hätten? Das fragt uns die - allerdings sehr freundliche - Zollbeamtin, als wir 15 Minuten später wieder die Grenze von Alaska nach Kanada überqueren. Damit hatten wir natürlich nicht gerechnet, auch nichts eingeben. Das hat dann die freundliche Beamtin für uns getan. Übernachtung: Visitor Center, Stewart. Aber vorher haben wir uns noch für die Nacht gestärkt: Silverado Café and Pizza Parlour. Dort haben wir auch am nächsten Morgen gefrühstückt. Dort wurden wir auch gewarnt, dass ein junger Grizzlybär nachts sein Unwesen in der Main-Street treibt. Ihn konnten wir dann hören, wie er um 2 Uhr morgens an den Mülltonnen am Visitor Center gerüttelt hat.
Der Stewart-Cassiar Highway (18./19./20. Mai)
Der Cassier Highway ist nicht so befahren wie der Alaska Highway. Einsamkeit und Natur begleiten einen auf der 871 km langen Strecke.
Campingplatz am Dease Lake (:::::). Da die Plätze in Dease Lake "City" noch geschlossen waren, mussten wir bis spät abends weiterfahren, um diesen schönen Platz zu erreichen. Von zwei älteren Herren wurden wir freundlich aufgenommen! Der See war übrigens am 20.5.? noch zugefroren.
Kilometer für Kilometer durch eine Postkartenlandschaft. Die Höhepunkte sind der Dease Lake und vor allem der Boya Lake mit seinem wunderschönen Campground!
Vorbei an den Jademinen von Jade City: Mehrere Souvenirläden buhlen um die - noch nicht vorhandene - Kundschaft. Auch hier trafen wir einen Deutschen, der hier arbeitete und uns einiges aus seinem Erfahrungsschatz berichten konnte. Natürlich bei einem gemütlichen Kaffee im Shop....
Der Boya Lake! Einer der schönsten Stellplätze, die wir hatten.
Hier fressen die "(Pine-)Jays" (Kiefernhäher) aus der Hand! Tagsüber hatten wir jetzt um die 13 Grad, nachts noch um den Gefrierpunkt. Doch das obligatorische Lagerfeuer und die Decken von Fraserway halfen darüber hinweg!
Achtung Autofahrer: spielende Caribous auf dem Asphalt und auf den Seitenstreifen!
Weite Landschaften!
Der Dease Lake.
Die "Plumpsklos auf den Campgrounds der National Parks gleichen sich alle. Hier eines vom Boy Lake.
Innenansicht.
Waldbrände in der Gegend sind immer präsent. Hier ein großes Gebiet wenige Kilometer vor Watson Lake.
Kleine Überschwemmung auf dem Cassiar Highway: Für solche und schwierigere Passagen hatten wir ein 4x4 Fahrzeug gewählt. Gebraucht haben wir es nicht,
Wir fahren durch große Gebiete, die durch Waldbrände geschädigt wurden: Oben im Bild die Darstellung der letzten Waldbrände und die Erklärung, dass Brände etwas ganz Natürliches sind.
Der berühmte Sign Post Forest in Watson Lake. Alles fing 1943 mit einem Schild aus der Heimat eines US-Soldaten an. Heute sind es mehr als 80.000!