Der Taylor- und Top of the World Highway
Tatsächlich einer der Höhepunkte unserer Reise: Die ca. 130 km von Teslin Junction nach Dawson City, wieder zurück nach Kanada.
Am 2. Juni verlassen wir nach gelungener Fahrzeugwäsche Tok und fahren zurück auf dem Alaska Highway nach Teslin Junction. Wir biegen nach links (nach Osten) ab in Richtung Chicken / Dawson. Anfangs asphaltiert geht der TotW Highway in eine Schotterpiste über, die sich in diesem Zustand bis kurz vor Dawson zieht. Man hat das Gefühl, dass man über einen Bergkamm fährt und zu beiden Seiten in unendliche Weiten blickt. Ausgefallen: Das Goldgräberdorf Chicken. Wir standen zwei Nächte auf dem Chicken Goldcamp and Outpost (https://www.chickengold.com/ ) in der Nähe der berühmten Häuserfassade mit Saloon und Shop , auf dem RV Platz Waterfork Campground, wo wir auch eine Nacht verbrachten, um selbst nach Gold zu suchen. Danach kam schon die Grenze nach Kanada und die vierte Fährfahrt über den Yukon nach Dawson.
Jeder fängt mal klein an - so wie wir. Vielleicht können wir ja doch hier unseren Urlaub finanzieren? Unsere Nachbarn auf dem Stellplatz kamen mit einer "Trommel" (automatische Goldwasch-anlage) sowie diversen Squads und einer kompletten Goldsucher-ausrüstung. Waffen (Colts und Pistolsen werden übrigens offen getragen. Hm...
Nach ein bisschen Übung mit dem "Trainingskies" in der Pfanne fanden auch wir ein paar Körnchen. Das sollten wir doch besser und gewinnbringen-der schaffen, oder? Also auf zum Waterfork Campground mit dem "Public Gold Panning"!
Man muss sich vorstellen, dass das gesamte Land rund um Chicken einmal umgegraben worden ist. Daher noch die vielen Reste von alten Maschinen.
Die "Pedro-Dredge", ein Ungetüm von einem Gold-Bagger (https://www.chickengold.com/pedro_dredge.html), der bis 1967 hier in Chicken den Boden durchgepflügt hat.
Ein sehr schöner Campground, viel Platz und Privacy. Er wurde uns von "Goldsuchern" wegen der Public Gold Panning Area empfohlen und liegt auf dem Gebiet eines ehemaligen Flugzeug Landestreifens. Von hier aus machten wir uns mit Spaten und Pfannen zum Bach in der Hoffnung, doch noch unser Glück zu finden....
Hier der Hinweis auf öffentliches gold panning. Die wirklich lukrativen Gebiete sind in privaten Händen; und wehe dem, der sich dort blicken lässt und gar versucht, Gold zu waschen!
Das geht in die Knie! Man braucht schon ein wenig Geduld, um zuerst die großen Brocken zu entfernen, dann den Sand auszuspülen und die Goldkörnchen zu identifizieren. Aber hier sind wir leer ausgegangen,
Unser Stellplatz. Feuerholz dieses mal gratis. Für Notfälle lagerten wir ein bisschen im Wagen ein. Das mussten wir jedoch an der US/kanadischen Grenze wieder ausräumen. Die Einfuhr von Holz ist nicht gestattet!
Letzte Blicke auf den Top of the World Highway. Das werden wir nie mehr vergessen!
Auf der Fähre über den Yukon nach Dawson. Endlich geschafft! Wir fahren auf den RV-Stellplatz mitten in der Stadt. (https://goldrushcampground.com/)