Sault Ste. Marie, Sadbury, Toronto, Niagara on the Lake, Huntsville
Von Sault Ste. Marie nach Sudbury (25. Tag, 307km)
An diesem Morgen frühstücken wir im Ernie’ s Coffee Shop (http://menu.saultseller.com/?page_id=111). Auf alle Fälle empfehlenswert! Seit Calgary sind wir bis hierhin keinen europäischen Touristen begegnet, auch Ernie‘ s ist ein Insider-Tip. Das soll sich erst ab Toronto ändern....
Auf nach Sudbury. Für den Abend finden wir ein Hotel in einem Vorort von Sudbury, und zwar in Chelmsford. Das Northland Motel (http://www.northland-motel.ca) hinterließ einen zwiespältigen Eindruck: ohne es zu wissen, buchten wir über booking.com oder expedia.ca ein Zimmer im Souterrain. Dort fühlten wir uns mit der Aussicht auf Auspuffe und Autoreifen nicht sehr wohl. Besser vorher ein Zimmer im oberen Stockwerk buchen....
Abendessen und Frühstück am kommenden Tag hatten wir im Cousin Vinnys Restaurant (http://cousinvinnys.ca).
Von Sudbury (Chelmsford) nach Balm Beach (26. Tag, 301km)
Von Chelmsford sind es nur wenige Kilometer ins Stadtzentrum von Sudbury, wo wir die Auswahl zwischen dem Science North Museum oder dem Dynamic Earth Museum treffen müssen. Wir entscheiden uns für das Erste.
Empfohlen wurden beide im Ivanowski‘s Reiseführer, der Dumont erwähnt sie nicht. Am Ende war der Besuch ganz interessant, es werden viele naturwissenschaftlichen Dinge erklärt, es gibt Schmetterlinge und einen Biber zu bestaunen, aber die Zielgruppe sind eindeutig Kinder und Jugendliche.
Weiter gehts zur Südostspitze des Lake Huron. Nach einigen Kilometern überquert man den French River, bis ca. 1820 die Hauptkanuroute von Ost nach West. Oberhalb des Flusses gibt es Picknickplätze, dort machen wir Rast. Unsere Vorstellung für heute Abend: übernachten in einem schönen Motel an einem wunderbaren Sandstrand am See. Und genau das finden wir nach einigem Suchen in Balm Beach (http://www.balmbeachresort.com).
Den Sonnenuntergang bewundern wir von der Terrasse der Balm Beach Tavern mit frischem Fisch und einem Glas Wein. Danach gönnen wir uns noch einen schönen Strandspaziergang. Im Nachhinein hätten wir noch eine weitere Nacht bleiben sollen. Es ist wirklich ein wenig idyllisch hier!
Von Balm Beach über Kleinburg nach Toronto (27. Tag, 156km)
An diesem Morgen geht‘ s erstmal ins The Surf Family Restaurant (https://www.shopmidland.com/mobile/surffamilyrestaurant/menu?cfid=97405255&cftoken=53822421), nur wenige Meter vom Hotel entfernt, wo wir wirklich gut frühstücken. Bei bestem Wetter noch ein bisschen Sonnenbaden am Sandstrand, bevor es in die größte Metropolregion Kanadas geht. Schon südlich des French Rivers wechselt die Landschaft von Wäldern, Seen und Felsen zu einer sanft hügeligen Landschaft mit Ackerbau und Viehwirtschaft. Bald schon erreichen wir die Vororte von Toronto, in der Ferne sehen wir die berühmte Skyline. Was für ein Kulturschock: Autobahnen, Industrie wechselt mit Wohngebieten, Kilometer um Kilometer wird die Bebauung dichter.
Vor Toronto besuchen wir noch die beeindruckende private McMichael Gallery in Kleinburg (http://mcmichael.com). Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die „Group of Seven“ - ein Zusammenschluss von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die Szenen und Eindrücke aus der kanadischen Natur, aus dem Leben in den kanadischen Weiten und persönliches Erleben im jetzigen Kanada auf faszinierende Weise und aus unterschiedlichsten Blickwinkeln aufgreifen. Die Galerie steht in einem weitläufigen Park, der ebenfalls als Ausstellungsraum für Skulpturen aus unterschiedlichsten Materialien dient.
Mittlerweile hat Regen eingesetzt, was das Fahren im einsetzenden Großstadtverkehr in Richtung Toronto nicht gerade erleichtert. Gebucht haben wir im One King West Hotel (https://www.onekingwest.com) in der Downtown. Vor dem Hotel: Kein Parkplatz in Sicht, wo müssen wir hin? Wo lassen wir das Auto? Also kurz ins Halteverbot und zur Hotelrezeption. Hier gäbe es „Valet Parking“, direkt hinter dem Hotel. Also zurück zum Wagen und rund um das Gebäude. Hinten gibt es eine Einfahrt, wo wir unser benötigtes Gepäck aus dem Auto holen müssen. Ein Mitarbeiter des Hotels übernimmt dann den Wagen und verschwindet im Parkhaus. 60 CAD kostet der Spaß bis um 15 Uhr am Folgetag! Nach diesem Stress müssen wir uns erst in dem komfortablen Zimmer ausruhen....
Abends entscheiden wir uns für The Old Spaghetti Factory (http://www.oldspaghettifactory.net), ein uriges und gemütliches Restaurant mit bunten Tiffany-Leuchtern zu moderaten Preisen.
Von Toronto nach Niagara on the Lake (28. Tag, 129km)
Morgens in Toronto: gleich um die Ecke gibt es ein Mövenpick Café, wo wir endlich mal einen vernünftigen Kaffee bekommen (und frische Croissants gleich dazu!). Unser nächstes Ziel: die Gegend um den Fernsehturm herum zum Ripley‘ s Aquarium of Canada (https://www.ripleyaquariums.com/canada), ein lohnenswerter Besuch. Um ehrlich zu sein: wir stellen erste Erschöpfungssymptome fest… Die Auffahrt auf den Turm, die sich sicher wegen der tollen Aussicht lohnt, lassen wir beiseite und wollen nur noch eins: Ruhe und Entspannung. Trotzdem sind wir fasziniert von der überall sichtbaren Baugeschichte: niedliche Fachwerkhäuser stehen neben gigantischen Bürogebäuden aus Glas und Beton, kleine grüne Inseln sind umgeben von mächtigen Wolkenkratzern…
Am frühen Nachmittag brechen wir nach Niagara on the Lake auf, wo wir vor Ort ein schönes Bed & Breakfast finden (Collard´ s Lakeview Bed & Breakfast, http://www.collards.com). Die Fahrt dorthin geht ununterbrochen auf dem Highway entlang, man hat das Gefühl, der Großraum Toronto hört einfach nicht auf. Immerhin wohnen ca. ein Drittel der gesamten kanadischen Bevölkerung hier! So überrascht die putzige Beschaulichkeit des kleinen Örtchens Niagara on the Lake umso mehr. Zwischen Weinanbaugebieten und dem Lake Ontario gelegen, besticht das Örtchen mit einem reizvollen Stadtzentrum, das zum Bummeln einlädt. Man merkt, dass hier viele der „oberen Zehntausend“ ihr Domizil haben. Abends stärken wir uns im Bistro 61 (http://bistrosixone.com).
Die Niagara Fälle (29. Tag)
Heute morgen erwartet uns ein spektakuläres Frühstück. Die Collards kümmern sich rührend und geben uns noch einige Ratschläge für die Fälle mit: Journey behind the Falls (https://www.niagaraparks.com/visit/attractions/journey-behind-the-falls/), den White Water Walk (https://www.niagaraparks.com/visit/attractions/white-water-walk/) oder die Hornblower Niagara Cruises (https://www.niagaracruises.com). Wir entscheiden uns für die spektakulären Hornblower Cruises. Mitten in die Fälle navigiert das Schiff, von drei Seiten sind wir von Massen von Wasser und der Gischt umschlossen. Was für ein Gefühl! Das vergisst man nie! Später gehen wir noch oberhalb der Fälle spazieren und schauen uns das Spektakel von oben an. Niagara Falls ist sowohl auf der kanadischen als auch auf der amerikanischen Seite für Massentourismus ausgelegt: Spielcasinos, Hotels und Motels sowie Restaurants säumen die Straßen. Das ist nicht so unser Ding. Nach drei Stunden geht es an Winzern vorbei wieder zurück nach Niagara on the Lake zum Kaffee auf der Queen Street. Abends statten wir dem Restaurant im Clubhaus des Golfclubs einen Besuch ab (https://www.niagarasfinest.com/restaurants/hobnob/) und genießen den Rest des Abends am Seeufer mit Blick auf die entfernte Skyline von Toronto.
Für Weinliebhaber: ein Besuch bei einem Winzer ist empfehlenswert!
Von Niagara on the Lake nach Huntsville (30. Tag, 333km)
Nach Huntsville möchten wir, weil es von dort in den Algonquin Park geht. Vielleicht haben wir die Chance auf eine kleine Wanderung dort. Aber erst müssen wir uns durch den Großraum Toronto nach Norden kämpfen. Es gibt eine bestimmte Verkehrsregelung, die wir nicht verstehen: auf dem Highway ist oft die linke Spur reserviert. Anscheinend braucht man hierfür eine Art Mautbescheinigung. Aber das eine oder andere mal sind wir trotzdem dort gefahren. Schließlich können wir als Touristen nicht alles wissen!*
Wir machen Rast in Orillia am Lake Simcoe. Der Burgerstand French‘ s direkt am Wasser hat es uns angetan! Klare Empfehlung!
Am Nachmittag erreichen wir Huntsville und übernachten im Knights Inn (https://www.redlion.com/knights-inn/on/huntsville/knights-inn-huntsville) . Am Abend holen wir ein paar Leckereien in der Metro Grocery und machen noch einen Rundgang durch das Städtchen. Dort entdecken wir tolle Wandbilder an Mauern und Häusern, inspiriert von Kunstwerken der „Group of Seven“: Kunst im öffentlichen Raum! und auch am Seeufer gefällt es uns.